Leistungskonzept Mathematik

Stand Februar 2020

Grundlage der Leistungsbewertung sind die im Lehrplan des Faches Mathematik NRW beschriebenen Kompetenzerwartungen.

Es handelt sich dabei um die vier prozessbezogenen Kompetenzen:

  • Problemlösen/ kreativ sein
    • Erschließen von Aufgabenstellungen
    • Übertragung von Vorgehensweisen auf andere Sachverhalte
    • Variieren
  • Modellieren
    • Erfassen von Informationen aus Sachaufgaben
    • Unterscheiden von relevanten und nicht-relevanten Informationen  etc.
  • Argumentieren
    • Testen von Vermutungen
    • Erklären
    • Begründen von Beziehungen und Gesetzmäßigkeiten
  • Darstellen und Kommunizieren
    • Dokumentieren und Präsentieren von Arbeitsergebnissen und Lernerfahrungen

Ergänzend dazu stehen die inhaltsbezogenen Kompetenzen in den Bereichen

  • Zahlen und Operationen
  • Raum und Form
  • Größen und Messen
  • Daten, Häufigkeiten und Wahrscheinlichkeiten

Prozess – und inhaltsbezogene Kompetenzen greifen ineinander.

Die Schülerinnen und Schüler erwerben Kompetenzen in der Auseinandersetzung mit Aufgaben in drei Anforderungsbereichen:

  • Anforderungsbereich I
    • Grundwissen sowie Reproduktion
  • Anforderungsbereich II
    • Erkennen und Nutzen von Zusammenhängen
    • Verknüpfung von Kenntnissen, Fertigkeiten und Fähigkeiten
  • Anforderungsbereich III
    • Durchschauen von Strukturen
    • Entwicklung von Strategien
    • Beurteilung, Interpretation
    • Finden eigener Lösungswege

Grundgedanke der Leistungsbewertung

  • Zieltransparenz
  • Orientierung an den Kompetenzerwartungen
  • Einbezug aller Leistungen:
    • mathematische Leistungen
      • alle schriftlichen Leistungen (auch Unterrichtsergebnisse)
      • Lernfortschritt
      • Qualität der mündlichen Mitarbeit :
        • schlüssiges Darstellen mathematischer Probleme
        • Finden und Verbalisieren von Lösungsschritten
        • Finden richtiger (Teil)- Ergebnisse
        • schnelles Abrufen von Kenntnissen
  • Sonstige fachspezifische Leistungen
    • Zuverlässigkeit
  • regelmäßiges Erledigen der Hausaufgaben
  • vollständiges Bereithalten der notwendigen Materialien
  • … und geordnetes
    • Ausdauer und Anstrengungsbereitschaft
  • rechtzeitiger Arbeitsbeginn
  • Weiterarbeiten bei Lernproblemen
  • Auswählen von Zusatzaufgaben
    • Selbstständigkeit
  • Arbeiten ohne zusätzliche Hilfen/ auch Impulse
  • Holen von Hilfen
  • Geben von Hilfen
  • Kontrolle von Ergebnisse

Verbindliche Absprachen zur Leistungsbewertung

Schriftliche Arbeiten werden in den Jahrgangsteams gemeinsam auf der Basis unseres schuleigenen Arbeitsplans konzipiert und für alle einsehbar in den Ordnern der Lehrerzimmer abgeheftet.

Grundlage für die Konzeption der schriftlichen Arbeiten sind die im MINI MAX befindlichen Lernzielkontrollen. Diese werden im Jahrgangsteam lerngruppengerecht überarbeitet unter                                                                       

  • Berücksichtigung der Verbindung von prozess- und inhaltsbezogenen Kompetenzen
  • Berücksichtigung der Anforderungsniveaus:
  1. 50% Anforderungsniveau I,
  2. 50% Anforderungsniveau II

Bei 100% richtigen Antworten aus Anforderungsniveau I muss die Note ausreichend erreicht werden können.

Anforderungen aus dem Aufgabenbereich III werden in jeder Arbeit als Zusatzaufgabe verwendet und ermöglichen so einen Punkteausgleich. Zur Transparenz für die Schülerinnen und Schüler werden die Zusatzaufgaben mit einem Frosch gekennzeichnet. Dies geschieht in Anlehnung an die Kennzeichnung im MINI MAX.

Im ersten und zweiten Schuljahr liegt der Schwerpunkt der Leistungsfeststellung auf der unmittelbaren Schülerbeobachtung. Lernstandserhebungen haben überwiegend diagnostischen Wert und dienen der Aufstellung individueller Förderpläne. Die Schuleingangsdiagnostik (Klett Verlag, Testen und Fördern) wird in einem Zeitfenster bis zu den Herbstferien mit jedem Schüler, jeder Schülerin in einer Kleingruppe durchgeführt (unter Einbeziehung der sozialpädagogischen Fachkraft). Des Weiteren besitzt jeder Schüler, jede Schülerin der Klasse 1  den Lernplaner MINI MAX 1 und bearbeitet die Lerneinheitsdiagnosen sukzessive in Kleingruppen (unter Einbeziehung der sozialpädagogischen Fachkraft).  Im Verlauf des 2. Schuljahres werden die Schüler zunehmend an schriftliche Lernkontrollen herangeführt und deren Benotung (s. schuleigenes Stempelsystem) nach dem u.g. Zensurenschlüssel herangeführt. Um Dyskalkulie zu erkennen bzw. auszuschließen, wird für alle Jahrgänge der von der Caritas entwickelte jahrgangsbezogene Diagnosebogen benutzt. Die Förderung findet je nach Personalsituation in Kleinstgruppen statt oder/ und erfolgt unter zu Hilfenahme von externen Partnern (z.B. Caritas).

Im dritten und vierten Schuljahr sind 6-8 an unserem schulinternen Lehrplan ausgerichtete schriftliche Lernkontrollen vorgesehen.

Zensierungsschlüssel

100%-98%    =          sehr gut

97% – 85 %   =          gut

84% -70%     =          befriedigend

69% – 50%    =          ausreichend

49% – 25%    =          mangelhaft

19% – 0%       =          ungenügend

Bei der Bewertung von Sachaufgaben sind sowohl der richtige Lösungsweg, Teil-Ergebnisse sowie die richtige Lösung zu berücksichtigen.

Besonderheiten:
Im Jahrgangsteam wird bei der Konzeption der Leistungsüberprüfung im Vorfeld über Besonderheiten bei der Punktevergabe entschieden, so dass Folgefehler, Übertragungsfehler, Fehler bei vergessenen Größenangaben etc. gleich gewertet werden.

Ankündigung von schriftlichen Leistungsüberprüfungen

In den Jahrgängen 1 und 2 werden Leistungsüberprüfungen nicht verbindlich angekündigt. Im Jahrgang 3 erfolgt eine mdl. Ankündigung mit dem Hinweis auf die zeitnah anstehende Lernzielkontrolle. Im vierten Jahrgang sind schriftliche Arbeiten mindestens eine Woche vorher durch den Schüler, die Schülerin schriftlich im Lernplaner festgehalten, mit Hinweisen zum Inhalt der Lernzielkontrolle anzukündigen.  

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