Schulprogramm

Schulprogramm der Maximilianschule

Unser Leitziel:

Aktiv und sozial handeln -
eigene Potenziale entdecken!

Maximilianschule
Grundschulverbund Werries - Uentrop

Inhaltsverzeichnis

1. Von zwei Schulen zu einer

Als die Schülerzahlen in den Grundschulen rückläufig waren, wurden in NRW Verbundschulen gegründet, um die Möglichkeit zu schaffen, kleine Schul­standorte zu erhalten. So beschloss die Bezirksregierung Arnsberg im Herbst 2012, die Grundschule Uentrop und die Maximilianschule in Werries zu einem Grundschulverbund zusammenzuführen. Diese beiden Grund­schulen, die sechs Kilometer auseinander liegen, wurden am 1. Februar 2013 zur Maximilianschule – Grundschulverbund Werries – Uentrop. Der Pro­zess war für alle Beteiligten, Eltern, Lehrer:innen und Kinder eine große Herausforderung. Kolleginnen und Kollegen arbeiteten an Zielen und Struk­turen für die neue Aufgabe. Elternmitarbeit stand unter dem Aspekt paritä­tischer Mitsprachemöglichkeiten in den Gremien im Mittelpunkt und musste lösungsorientiert angegangen werden. Die Bereitschaft beider Standorte miteinander zu kommunizieren und verbindliche Absprachen zu treffen, zum Wohle aller an der Schule unterrichteten Kinder, steht dabei bis heute im Vordergrund.

Wir haben es in den letzten Jahren geschafft, alle pädagogischen, syste­mischen und verwaltungstechnischen Strukturen zusammenzuführen, sodass für alle Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer sowie für alle Eltern, unabhängig vom jeweiligen Standort, die gleichen Möglichkeiten geboten werden und einheitliche Vereinbarungen und Rahmenbedingungen gelten.

Gleichzeitig machen wir es möglich, dass die über lange Jahre gewachsenen Strukturen an beiden Standorten weiterhin gelebt und weiterentwickelt werden können. Damit tragen wir zu dem politischen Ziel bei, kleinere Standorte nicht nur in stumpfer Manier an größere Schulen anzukoppeln, sondern den jeweiligen Besonderheiten, soweit im Alltag möglich, Rechnung zu tragen.

Der schulische Alltag mit zwei Standorten sieht beispielsweise wie folgt aus: Die Sportförderung und -forderung im Rahmen unserer bewegungsfreudigen Schule findet am Standort in Werries statt. Teilnehmende Kinder aus Uentrop fahren mit dem Bus nach Werries. Für die externen Wettkämpfe, an denen wir teilnehmen, stellen wir daher gemischte Gruppen zusammen. Die vor Corona ebenfalls so praktizierte Begabungsförderung bieten wir seit dem Schuljahr 2022/2023 standortspezifisch sowohl im Regelunterricht als auch während der Modulzeiten an.

Das wöchentlich stattfindende Schüler:innenparlament halten wir hybrid ab. Die Klassensprecher:innen des Teilstandortes Uentrop schalten sich digital zu. Wir haben festgestellt, dass sich die Überlegungen der Kinder untereinander befruchten und die unterschiedlichen Sichtweisen und Bedarfe den Blick über den Tellerrand ermöglichen. Der Wunsch des Schülerparlaments aus Uentrop beispielsweise Obstbäume zu pflanzen und aus dem Obst „irgendwann“ einen gesunden Kiosk zu errichten, wurde zunächst zum Sommer 2019 mit vielen Eltern in Uentrop in die Tat umgesetzt.

Während des Zirkusprojekts setzte sich diese Idee auch in Werries fest. Werrieser Eltern hospitierten in Uentrop, um gemeinsam Ideen auch für den anderen Standort zu entwickeln. Wasserspender und Kiosk sind nun an beiden Standorten fest implementierte und nicht mehr wegzudenkende Wesensmerkmale unserer Schulkultur.

Gemeinsame Visionen und Hilfen zur Umsetzung bringen den Grundschul­verbund so weiterhin gemeinsam voran. In Uentrop wird zurzeit eine Klasse pro Jahrgang unterrichtet (1 c, 2 c, 3 c und 4 c). Werries ist zweizügig.

2. Unsere Gebäude und unsere Ausstattung

Das Gebäude in Werries liegt idyllisch etwas abseits der Straße direkt am Datteln-Hamm-Kanal, stammt aus den 1950er Jahren und wurde als Förderschule erstgenutzt. Erst später wurde daraus die Grundschule Werries. Daher hat in der Regel jeder Klassenraum auch einen Nebenraum zur Verfügung. Unsere Schüler:innen am Standort Werries kommen im Gegensatz zum Standort Uentrop aus der direkten Nachbarschaft, einer ehemaligen Zechensiedlung. Viele Einfamilienhäuser, aber auch Straßen­züge mit Mehrfamilienparteien, bilden unser Einzugsgebiet.

Der kleinere Standort Uentrop wurde 2007 komplett renoviert, wobei der ursprüngliche Teil aus den 1930er Jahren seinen Charme behalten hat. Viele Kinder kommen hier aus den benachbarten Dörfern mit dem Bus zur Schule.

Ausgestattet sind beide Schulstandorte bis auf den zusätzlichen Sportplatz in Werries sehr ähnlich. Jeder Standort verfügt über eine eigene Bücherei sowie einen Kunstraum und extra Förderräume zur Kleingruppenförderung. Werries hat einen eigenen Musikraum, in Uentrop wird die Aula als Musikraum mitgenutzt. An beiden Standorten befinden sich im Außenbereich grüne Klassenzimmer, in denen in den Sommermonaten intensiv gelernt wird. Die Computerräume in Werries und Uentrop sind im Jahr 2022 mit jeweils 15 neuen Computern ausgestattet worden. Als Voraussetzung für digitales Unter­richten haben wir in jedem Klassenraum sowie in den Fachräumen einen Fernseher mit Apple TV installiert. Jede Klasse verfügt ab Januar 2026 über mindestens 14 fest zugewiesene IPads zur Recherche oder zur individuellen Förderung. In Werries sind es zwei Klassensätze. Für das Schuljahr 2025/2026 bieten wir drei Klassen in Uentrop und einer Klasse in Werries eine 1:1-Ausstattung an IPads an. Zudem sind an beiden Standorten Ausleih-IPads vorhanden.

Zum Schuljahr 2023/2024 haben wir aufgrund der stetig steigenden Anmeldezahlen unser Raumkonzept für die Betreuungsangebote der OGS am Standort in Werries geändert und für 2025/2026 erneut angepasst. Mehr als 75 % aller Schüler:innen beider Standorte nehmen inzwischen an einer der beiden Betreuungsarten teil. Die Kinder, die die Übermittagsbetreuung bis 13.30 Uhr nutzen, werden im Schulgebäude betreut, wie auch die dritten und vierten Klassen des Offenen Ganztages bis 16.30 Uhr. Dafür nutzen wir die Bücherei, die wir so ausgestattet haben, dass sich den Schüler:innen in diesem Raum Rückzugsmöglichkeiten bieten. Der sich daran anschließende Klassenraum ist nun multifunktional nutzbar und wird direkt im Anschluss an den Unterricht durch die OGS bezogen. Ab 14.00 Uhr dient er als Raum für die Hausaufgaben. Der gleichgroße Raum nebenan ist mit Teppichboden und einer Lernwabe mit Leitern ausgestattet. Hier können sich die Kinder einerseits zurückziehen, haben aber durch den freien Platz auch viele Spielmöglichkeiten. Ein weiterer Klassenraum sowie der angrenzende Nebenraum werden vielfältig mitgenutzt. Alle Räume haben kleine Terrassen. Nach vorne befindet sich der Pausenhof. Das eigentliche OGS-Gebäude, welches fußläufig zu erreichen ist, steht vor allen Dingen den OGS-Jahrgängen 1 und 2 zur Verfügung. Zum freien Mittagessen, welches von der Firma Groth Catering angeboten wird, kommen alle Kinder der OGS im Zeitfenster zwischen 12.00 Uhr und 13.30 Uhr in der Mensa des OGS-Gebäudes zusammen. Das grüne Klassenzimmer, der OGS-Garten sowie die Turnhalle werden von allen mitgenutzt.

In Uentrop liegen OGS-Räumlichkeiten und Unterrichtsräume nah aneinander und werden natürlich mitgenutzt.

3. Unser Leitbild

Die Vision der Maximilianschule ist es, dass sich alle Schülerinnen und Schüler aktiv und sozial engagieren. Wir ermuntern sie sich selbst auszuprobieren und eigene Potentiale aber auch Schwächen zu erkennen. Stärken zu stärken und Schwächen zu akzeptieren und daran zu arbeiten war schon lange in den Köpfen des Kollegiums und wurde sukzessive zum Leitbild all unseres pädagogischen Tuns.

In 2019 haben wir unsere Leitidee gemeinsam formuliert und auch als Motto in unser Schullogo eingewebt.

 „Stark und sozial – MAXIgenial“ bringt unsere Grundauffassung für alle transparent zur Geltung.

Der anschließend für die Schülerinnen und Schüler als Geschenk zu Beginn der Coronapandemie entstandene Schulsong mit dem dazugehörigen Tanz stellt unsere Schulgemeinschaft mit allen unterschiedlichen Facetten dar. Wir singen und tanzen ihn inzwischen mit allen Kindern gemeinsam zu Beginn der MAXI-News, wenn diese auf dem Schulhof stattfinden, und natürlich zu allen besonderen Gelegenheiten wie zur Ein­schulung und Entlassung. Der MAXI-Song hat uns eng zusammengebracht und erinnert uns niederschwellig und alltagstauglich immer wieder an unsere gemeinsame Zielerreichung.

Wir definieren „stark“ als physisch und psychisch aktiv und selbstbewusst. Daher ist der Bewegungsgedanke allem voran ein prägender Bestandteil unseres Schulprofils. Sowohl während des Unterrichts als auch weit darüber hinaus bieten wir vielfältige Angebote, die die Kinder zur körperlichen Aktivität anregen und herausfordern.

Unsere Aufgabe ist es, den Kindern einen wertschätzenden Raum zu geben, sich auszuprobieren und in einem vielfältig demokratisch gestalteten Schul­leben eine aktive Teilnahme zu ermöglichen. Wir ermuntern die Schülerinnen und Schüler Neues auszuprobieren, kreativ zu werden und somit die Selbst­wirksamkeit zu erfahren, die sie brauchen, um ihr persönliches Leistungs­potential voll ausschöpfen zu können.

Ein soziales, tolerantes Miteinander ist unser Ziel.  Uns ist bewusst, dass es auch hierfür vielfältiger, begleiteter Lernsituationen bedarf. Neben der eigenen Klasse als sozialem Lernfeld (unterstützt durch gemeinsam vereinbarte Klassenregeln, Teamgeisterstunden, den Klassenrat und das Einüben kooperativer Lernformen) bieten sich in unserem Schulleben vielfältige soziale Lernsituationen z.B. durch Patenschaften der vierten für die ersten Klassen. Auch übernehmen Kinder Aufgaben für die Schulgemeinschaft im Schülerparlament, durch den Pausendienst am Ausleihhaus oder in der Bücherei sowie als Schiedsrichter:innen beim Fußball. Dafür bieten wir in Zusammenarbeit mit der Friedensschule eine Schiedsrichter:innenausbildung für Kinder der vierten Klassen an. Ebenso in unseren AGs und Modulen kommen wir immer wieder in neuen Gruppen, mit neuen Kindern und Erwachsenen, auch jahrgangsübergreifend, zusammen und erleben uns dadurch als Schulgemeinschaft. Gleichzeitig wird auch hier fortlaufend geübt, auch in anderen Gruppen als der eigenen Klasse zurecht zu kommen und produktiv und unter Einhaltung unserer Schulregeln mit anderen zusammen zu arbeiten.

4. Unser multiprofessionelles Team

WIR – das sind Lehrer:innen, OGS-Mitarbeiter:innen, Schulassistenzen, eine Lehramtsanwärter:in, eine Schulsozialarbeiterin, Sozialpädago­gische Fachkräfte, eine Sekretärin, eine Schulverwaltungsassistenz, ein Hausmeister sowie Reinigungskräfte und externe Kooperationspartner­schaften.

Damit sich jeder mit seiner professionellen Expertise, persönlichen Kompe­tenzen und Affinitäten einbringen und dies für alle transparent machen kann, aktualisieren wir stetig unser Organigramm und stellen es in IServ unserem multiprofessionellen Team zur Verfügung.

Seit dem Schuljahr 2020/2021 nimmt die MaxiSchule an einem Hammer Pilotprojekt teil, welches mittlerweile als „KUS“ (Kommunales Unterstützungssystem) weitergeführt wird.

Wir haben mit der Kommune und der AWO einen Koopera­tionsvertrag geschlossen, in dem der Einsatz des Personals für die Schul­begleitung in Form einer fallunabhängigen systemischen Teilhabeförderung geregelt wird. Ziel ist es, sowohl eine persönliche Assistenz zu ermöglichen und gleichzeitig auch die Dynamik einer Klasse im Blick zu haben. So kann die gesamte Lernumgebung für alle Kinder förderlich gestaltet werden.

Der Prozess der Einbindung der für uns bereichernden Schulassistenzen in unsere Schulstruktur ist bis heute noch nicht abgeschlossen und wird daher stetig evaluiert und angepasst.

Alle an unserer Unterrichts- und Schulentwicklung Beteiligten arbeiten Hand in Hand. Wir stimmen uns zeitnah bedarfsorientiert sowie in regelmäßigen geplanten Besprechungen ab. Pädagogische Konferenzen, Fachkonferenzen, Dienst­besprechungen und jahrgangsbezogene Teamsitzungen finden im wöchentlichen Wechsel statt. Einheitliche und für alle verbindliche Lern- und Leistungsdefinitionen sowie unsere pädagogischen Konzepte geben verlässlich transparente Strukturen, schaffen Vertrauen und lassen sprechfähig werden.

Dabei hinterfragen wir unsere vereinbarten Konzepte stetig im Hinblick auf Optimierungsmöglichkeiten. Inwieweit passen unsere Konzepte noch auf unsere Schüler:innen? Welche Kollegiumsressourcen haben wir zur Verfü­gung? Welche neuen fachwissenschaftlichen Erkenntnisse gibt es? Welche weiteren Ziele streben wir an? Sind unsere Vision und unsere Haltung stimmig? Leben wir unsere Konzepte? Das alles sind Fragen, die wir uns in regelmäßigen Abständen immer wieder stellen müssen und auch stellen. Dieses Schulprogramm sehen wir daher als Mittelpunkt unserer Steuerung und unseres gesamten Tuns und nehmen es uns einmal jährlich und bei akuten Bedarfen als Bestandsaufnahme und „To do“ vor.

Für die effektive Zusammenarbeit mit unseren Kooperationspartnerschaften haben wir feste Ansprechpartner:innen installiert, die sowohl nieder­schwellig vernetzen als auch das Ankommen begleiten. Zum Beispiel wird unser Erziehungs­konzept daher von der OGS und von der Musikschule gleichermaßen gelebt und gibt den Kindern während des ganzen Tages eine größtmögliche Transparenz und Sicherheit der Abläufe.

Auch darüber hinaus pflegen wir außerschulische Kooperationspatenschaften, die ein vielfältiges Lernen in sportlicher, kultureller, sozialer, gesundheitlicher und musischer Hinsicht unterstützen.

5. Das lernen wir

„Welche Prägung wir Kindern heute in der Schule mitgeben, wird einen wesentlichen Einfluss darauf haben, wie sie die Zukunft von morgen mitgestalten werden und können“ (Maike Enders)

Wir sind davon überzeugt, dass es in unserer Wissensgesellschaft auf den Erwerb von Basiswissen und Zukunftskompetenzen ankommt. Mit Zahlen und Operationen zu rechnen, schreiben und lesen zu können stellt die Grundlage für eine Teilhabe in der Gesellschaft dar. Um genau festzulegen, was wir in den Bereichen Schreiben und Rechnen als Basiswissen definieren, haben wir uns im Schuljahr 2021/2022 mit drei weiteren Grundschulen zunächst im „Netzwerk Zukunftsschulen“ zusammengeschlossen. Gemeinsam haben wir aufeinander aufbauend Basiskompetenzen definiert und sie mit Kinderzielen hinterlegt (s. individuelle Förderung an der MAXISchule und Kinderziele). Unsere Kooperation ist inzwischen fester Bestandteil unserer Schulentwicklung und wird außerhalb des Netzwerks regelmäßig in agilen Denkprozessen weiterentwickelt.

Zunächst war es jedoch für uns am Wichtigsten, den Erwerb der Lese­kompetenz zu fokussieren, stellt es doch aus unserer Sicht die Basis für alle weiteren Vorhaben dar. Nach PISA definieren wir Lesekompetenz als Fähigkeit, Texte zu verstehen, zu nutzen, zu bewerten, über sie zu reflek­tieren sowie bereit zu sein, sich mit ihnen auseinanderzusetzen.

Von montags bis donnerstags üben wir daher momentan unter Nutzung der Angebote des Ministeriums in der MAXIZeit vorrangig die Lesefertigkeit

  • Ich lese Buchstaben!
  • Ich lese Silben!
  • Ich lese Wörter!
  • Ich lese Sätze!
  • Ich lese Texte!

und unterstützen die Entwicklung des sinnentnehmenden Lesens

  • Ich kann Fragen zum Text beantworten!
  • Ich nutze Lesestrategien!

Nicht zu kurz kommen darf die Förderung des Lesegenusses. Daher bieten wir durch die Gestaltung unseres Stundenplans die Ruhe, um das Ein­tauchen in die Welt von Geschichten zu ermöglichen. Der wöchentlich kommende Bücherbus, unsere beiden Schulbibliotheken mit den Lese-AGs und unsere jährliche Lesewoche unterstützen unsere tägliche Arbeit.

Daneben sehen wir es als unsere Aufgabe personale und soziale Kompetenzen sowie Lern­kompetenzen zu definieren und zu vermitteln. Wenngleich die Übergänge fließend sind und wir nicht den Anspruch auf Vollständigkeit erheben wollen, setzen wir unsere Schwerpunkte im Bereich der personalen Kompetenzen auf die Stärkung der Wahrnehmung, Motorik und Kognition. Sowohl in der MaxiZeit als auch im Klassenunterricht (Metho­denkonzept, Binnendifferenzierung, Arbeit an den persönlichen MaxiZielen) und im zugewiesenen Modul (äußere Differenzierung) bieten wir hierzu verschiedenste Unterstützungsangebote an.

Neben dem Erwerb der Lesekompetenz steht der Bewegungsgedanke an unserer Schule in unserem Schulprofil. Daher ist unser Schulleben neben dem Sportunterricht durch immer wiederkehrende und fest verankerte sportliche Aktivitäten geprägt. Der MaxiMarathon in Werries, das inklusive Sportfest, das Winterturnfest, das regelmäßige Eislaufen der 3. und 4. Jahrgänge und die Teilnahme an Hammer Turnieren sind wichtige Highlights in unserem Schuljahr. In den vergangenen Jahren war die MaxiSchule immer zur Siegerehrung der Schulen mit den meisten Sportabzeichen geladen. Hierauf sind wir sehr stolz.

Im Bereich der sozialen Kompetenzen sind das Verständnis für die fest­gelegten Regeln des Miteinanders und die Einhaltung dieser im Schulleben aus unserem Erziehungskonzept priorisiert. Das Projekt Teamgeister, welches seit 2017 einmal wöchentlich von allen Klassen in jedem Jahrgang aufeinander aufbauend durchgeführt wird, unterstützt unser Vorhaben und bietet größtmögliche Transparenz in die Sinnhaftigkeit gemeinsam beschlossener Regeln. Es findet zusätzlich zum Fächerkanon der Grundschule im 45-Minuten-Rhythmus statt.

In den Teamgeisterstunden wird der Klassenrat eingeführt. In den Jahrgängen 1 und 2 werden einzelne Elemente daraus entnommen und sukzessive erweitert. Die Ergebnisse des Schülerparlaments werden in den Stunden des Klassenrates dort diskutiert.

Unsere Schule spiegelt unsere Gesellschaft im Kleinen wider. Daher ist die Hinführung zu einem demokratischen Miteinander unabdingbar. Das gesamte multiprofessionelle Team nimmt seine Vorbildfunktion sehr ernst und agiert mit Wertschätzung untereinander und den Kindern gegenüber.

Um erfolgreich lernen zu können ist die Organisation am Arbeitsplatz, die eigene Handlungsstrukturierung, die individuelle Anstrengungsbereitschaft und das persönliche Arbeitstempo in Verbindung mit der Konzentrations­fähigkeit in unserem Fokus. Auch hier haben wir verbindliche Unter­stützungsstrukturen geschaffen.

6. So lernen wir

Bereits ein Jahr vor der Einschulung beginnen wir mit der Begleitung un­serer zukünftigen Schüler:innen, um frühzeitig Hemmschwellen abzubauen, Vertrauen zu gewinnen und die Kinder für unsere Schulkultur zu begeistern. Daher laden wir im letzten Quartal des Schuljahres mehrfach im Rahmen unserer SchulMinis im nachmittäg­lichen Bereich in die Schule ein. Die zukünftigen Erstklässler:innen lernen in kleinen Gruppen eine Schulstunde kennen, wissen um die Lehrkräfte des neuen ersten Schuljahres und haben die Möglichkeit erste Freundschaften zu schließen. Wir erleben, dass sich das frühzeitige Koppeln an unsere Schule positiv auswirkt.

Um effektivere Strukturen für individuelle Förderung und Bündelung von Ressourcen herbeiführen zu können, haben wir zum Schuljahr 2020/21 die Einteilung der Unterrichtsstunden grundlegend verändert. Aus dem gewöhnlichen 45-Minuten-Rhythmus ist ein kombinierter Rhythmus aus 60minütigen und 45minütigen Unterrichtsstunden geworden. Zudem haben wir die 15minütige MaxiZeit an den Unterrichtsbeginn gesetzt. Diese nutzen wir nun als Lesezeit. Montags findet das hybride Schülerparlament statt. Für einen Wochenrückblick bzw. Ausblick auf die kommende Woche für die gesamte Schulgemeinde nutzen wir die MaxiNews am Freitag.  In den täglichen zu Beginn liegenden Hauptzeiten werden bis auf wenige Ausnahmen Deutsch und Mathematik sowie Sachunterricht unterrichtet.

Eine weitere Besonderheit in unserem Stundenplan sind die Module in der zweiten Hauptzeit. Ab dem Schuljahr 2022/2023 nimmt jedes Kind ab dem 2. Schuljahr einmal pro Woche daran teil. Es hat sich gezeigt, dass wir eine individuelle Unterstützung und Förderung der Kinder der ersten Klassen durch die Klassenlehrkräfte im Klassenverband bevorzugen. Kleingruppenförderung findet auch in den ersten Klassen durch die sozialpädagogischen Fachkräfte und die Sonderpädagoginnen statt. Die Module der zweiten Klasse nutzen wir bei Bedarf als Forderangebot für Schüler:innen des ersten Jahrgangs. In den Modulen werden den Schüler:innen auf sie abgestimmte Förder- und Forderangebote in Kleingruppen je nach Bedarf gemacht. Zweimal im Jahr werden die Bedarfe der Schüler:innen ausgewertet und neu verteilt. Freitags finden keine Modul­angebote statt. Daher eignet sich dieser Tag besonders gut für Projekte im Fach Sachunterricht.

Unser immerwährender Stundenplan ermöglicht uns Stabilität und Transparenz:

 Im Folgenden wird ein typischer Mittwoch einer Drittklässlerin an unserer Schule innerhalb dieses Stundenplans beschrieben:

Die klare Organisation des Stundenplans bietet damit das äußere Gerüst für unsere eigentliche Aufgabe: Die individuelle Förderung eines jeden Kindes an der MaxiSchule. Für uns ist „individuelle Förderung“ ein immerwährender Kreislauf von voneinander abhängigen Faktoren, die wir zur besseren Veranschaulichung in einer konzeptionellen Graphik darstellen:

Im Frühsommer des Schuljahres 2023/2024 haben wir anhand der festgelegten zu vermittelnden Basiskompetenzen Lernpläne erstellt, die in 2026/2027 zu evaluieren sind.

Kinder im Gemeinsamen Lernen sind selbstverständlicher Teil ihrer Klasse. Ihre individuelle Förderung findet überwiegend im Klassenverband durch die Klassenlehrerin oder auch die Sonderpädagogin statt. Ergänzend ermöglichen wir gezielte Förderung entsprechend der Förderpläne in Kleingruppen.

7. So geht es weiter

 

… im Bereich Unterrichtsentwicklung

Die Rückmeldung der Qualitätsanalyse aus dem Herbst des letzten Schuljahres hat uns zum einen in unserem Weg bestärkt, die individuelle Förderung eines jeden Kindes im Blick zu haben und uns wichtige Impulse für unsere weitere Arbeit gegeben. So werden wir uns zunächst im Bereich des Sachunterrichts noch stärker auf projektorientiertes Arbeiten fokussieren, in dem die Kinder kognitiv anfordernde und selbstständig zu erarbeitende Aufgabenstellungen entwickeln und in allen Fächern kriteriengeleitete Wortspeicherarbeit betreiben. Das wird Aufgabe in den Fachkonferenzen sein.

Für die ersten Klassen haben wir mit Zustimmung der schulischen Gremien die nachmittäglichen Lernzeiten in den Vormittag gelegt. Zunächst für ein Jahr begrenzt finden von montags bis donnerstags ab dem Schuljahr 25/26 die „Haus“- Aufgaben für alle Kinder jeweils von 11.20 Uhr bis 12.10 Uhr statt.

Inhaltlich füllen wir die Lernzeit mit der Förderung der exekutiven Funktionen (s. Taskcard) und zur Festigung des Gelernten. Organisatorisch werden die Kinder in dieser Zeit von einer Lehrkraft und einer Kraft aus KUS I oder II unterstützt, so dass sowohl im Team begleitet oder auch in homogenen Gruppen getrennt unterstützt werden kann. In einer pädagogischen Konferenz im Dezember findet zunächst eine Erstevaluation im Kollegium statt, anschließend im Januar 2026 ein Elternabend für und mit den Eltern der ersten Klassen. Ob über das Schuljahr hinaus die morgendliche Lernzeit für das erste Schuljahr an der Maximilianschule implementiert wird oder eine Erweiterung auch für das zweite Schuljahr angestrebt wird, wird sich im Verlauf des Projektes zeigen.

Bereits im Schuljahr 2024/2025 haben wir mit der Entwicklung eines Schutzkonzeptes für die MAXISchule angefangen und unsere Haltung in einem Leitbild verdeutlicht. Eine Risikoanalyse in Form eines Fragebogens für Kinder, Eltern und Kollegium schloss sich an. Zum Schuljahr 2025/2026 sind ein Interventionsplan ein verpflichtender Verhaltenskodex sowie schulspezifische Präventionsangebote zugefügt und in der Lehrkräftekonferenz beschlossen. Zusätzlich ist eine verbindliche Handynutzung und Smartuhrennutzung in das Schutzkonzept eingeflossen. Über das Schutzkonzept wird im Januar 2026 in der Schulkonferenz abgestimmt.  

… im Bereich Organisationsentwicklung

Die Einführung und Nutzung eines digitalen Klassenbuches ist für das Schuljahr 2025/2026 geplant sowie die Einbindung des Stunden- und Vertretungsplanes in das IServ-Klassenbuch-Modul.

… im Bereich Personalentwicklung

Die Fortbildungsplanung für unser Kollegium wird im Schuljahr 2025/2026 zunächst mit der Fortbildungsbeauftragten, dann in der Steuergruppe und dem Gesamtkollegium hinsichtlich der Bedarfe der Schule neu überdacht und festgelegt.

INFOS
Mi., 04 Feb. 2026
  • Schulkino (Klasse 1b)

     

  • Turnwettbewerb

     

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