Hygieneplan für die Maximilianschule Grundschulverbund Werries - Uentrop

Gemäß § 36 Infektionsschutzgesetz (IfSG) sind Schulen verpflichtet, in Hygieneplänen in-nerbetriebliche Verfahrensweisen zur Einhaltung der Infektionshygiene festzulegen.
Dieser Hygieneplan regelt die Einzelheiten für die Hygiene in der Maximilianschule an den Standorten Werries und Uentrop.
Er ist gleichzeitig Dienstanweisung und Bestandteil der Schulordnung und ist einmal jährlich hinsichtlich seiner Vollständigkeit und Aktualität zu überarbeiten.

Der Hygieneplan ist aufgrund der Corona Pandemie zur Schulöffnung im Mai aktualisiert und gilt in dieser Zeit.

Gliederung des Hygieneplans

1. Gebäude allgemein

1.1 Personen

Während der Corona Pandemie sind externe Personen wie auch Eltern nur nach vorheriger Anmeldung auf dem Schulgelände zugelassen. Das Bringen und Abholen der Kinder endet am Eingang des Schulgeländes. Für den Standort Werries bedeutet dies: Alter Uentroper Weg; für den Standort in Uentrop bedeutet dies: Feuerwehr.
Handwerker müssen sich in eine Anwesenheitsliste eintragen.
Alle Lehrpersonen können bei Zuwiderhandlung Hausverbote aussprechen.

Das Personal trägt auf den Fluren, auf dem Schulgelände Masken. In der „Lehrerzone“ der Klasse besteht keine Maskenpflicht.

1.2 Mundschutz

Das Tragen des Mundschutzes ist auf dem Schulgelände Pflicht. Beim erstmaligen Schulbe-such erhalten die Schülerinnen und Schüler, falls noch nicht vorhanden, Stoffmasken. Das richtige Tragen wird vom Lehrpersonal gezeigt. Auf das tägliche Reinigen des Mundschutzes ist im Elternbrief vom 07.05.2020 hingewiesen worden.
In den Pausen sowie beim Toilettengang und beim Gang zum Waschbecken sind die Masken verpflichtend zu tragen. Am Platz selbst besteht keine Mundschutzpflicht.

Beim Spielen auf dem Klettergerüst ist ebenfalls aus Sicherheitsgründen kein Mundschutz zu tragen.

Das Kollegium der Maximilianschule ist angehalten darauf zu achten, dass die Schülerinnen und Schüler auch in den Pausen genügend Möglichkeiten bekommen, frische Luft zu schöpfen und die Maske mal absetzen zu können (Prophylaxe: Sauerstoffmangel beim Spielen/ Rennen).

Bei vergessenem oder verlorenem Mundschutz stellt die Schule Einmal-Mundschutze zur Verfügung (Sekretariate).

1.3 Wege und Aufgänge/ Abstände

Auf Grundlage der Größe der Klassenräume sind die Klassen in Werries in jeweils drei Gruppen aufgeteilt, in Uentrop werden zwei Gruppen pro Jahrgang gebildet, um den not-wendigen Mindestabstand von 1,5m einhalten zu können.
Die Notgruppengröße darf an beiden Standorten nicht mehr als neun Kinder übersteigen. Um größere Ansammlungen von Kindern zur gleichen Zeit zu vermeiden, beginnt die Notgruppe zwischen 7.30 Uhr und 7.45 Uhr in Uentrop. Der Unterrichtsbeginn ist hier aufgrund der vor-gegebenen Busfahrzeiten um 7.45 Uhr. Eine Aufsicht stellt sicher, dass die Kinder den Mindestabstand einhalten. In Werries ist ein flexibles Ankommen für die Notgruppe zwischen 7.30 Uhr bis 7.50 Uhr möglich. Um 8.00 Uhr beginnt der Unterricht in Werries. Die Eltern sind angehalten, ihre Kinder möglichst kurz vor Unterricht kommen zu lassen. Ein langes Aufhalten auf dem Schulgelände ist zu vermeiden.
Um den Sicherheitsabstand zu gewährleisten sind „Aufstellzonen“ in verschiedenen Farben auf den Schulhof gezeichnet. Jede Unterrichtsgruppe erhält einen eigenen Aufgang mit einer Aufstellzone. Nur dieser personalisierte Eingang darf von den einzelnen Schülergruppen benutzt werden. Die Aufgänge sind mit den notwendigen Sicherheitsabstand einzeln zu betreten. Ggf. erforderliche Toilettengänge sind einzeln zu erledigen. Die Toiletten sind für die Schülerinnen und Schüler der einzelnen Gruppen gekennzeichnet und liegen in ihren Aufgangsbereichen.

1.4 Unterrichtsmaterial

Den Schülerinnen und Schülern wird einmaliges Unterrichtsmaterial (z.B. Arbeitsblätter) durch die Lehrerin, den Lehrer ausgegeben bzw. wieder eingesammelt. Sämtliche andere berührte Materialien und Gegenstände stellen Kontaktflächen dar und dürfen daher nicht weitergegeben werden.
Alle Materialien, die sich für die Allgemeinheit im Klassenraum befinden, sind verdeckt und dürfen nicht benutzt werden.
Ausgenommen davon sind IPads und Computer. Nach jedem Benutzerwechsel ist IPad und Computertastatur zu desinfizieren. Nach Möglichkeit wird auf ein vielfältiges Weitergeben verzichtet.

1.5 Pausen

Die Pausen sind während der Corona Pandemie versetzt gestaltet. Eine Klassenstärke (max. drei Gruppen) darf sich gleichzeitig auf dem Pausenhof aufhalten (Pausenzeit in Uentrop: 9.20 Uhr bis 9.40 Uhr, Pausenzeiten in Werries: 9.15 Uhr bis 9.35 sowie 9.35 Uhr bis 9.55 Uhr). Eine Aufsicht ist für das Klettergerüst, eine Aufsicht ist für die beweglichen Spielgeräte zuständig.
Auf dem Klettergerüst dürfen max. 5 Schülerinnen und Schüler gleichzeitig spielen. Nach dem Verlassen des Gerüsts sind die Hände zu desinfizieren. Nach der Benutzung der Spielgeräte ist sicher zu stellen, dass diese durch die Schülerinnen und Schüler mit einem Flächendesinfektionsmittel (Einmaltücher und Flächendesinfektionsmittel stehen in den Aulen) gereinigt werden.

2. Hygiene in Unterrichtsräumen

2.1 Lufthygiene

Nach jeder Schulstunde (45 Minuten) ist in den Klassenräumen eine ausreichende Lüftung durch Querlüftung bzw. Stoßlüftung durch Öffnen der Fenster über mehrere Minuten vorzunehmen.

2.2 Reinigung der Flächen und Fußböden / Abfallentsorgung

Die Reinigung des Schulgebäudes und der Turnhallen wird durch die Stadt Hamm als Schul-träger in einem Reinigungsplan festgelegt und für die Maximilianschule spezifiziert (s. Anlage). Die im Leistungsverzeichnis enthaltenen Reinigungsprogramme/-intervalle sind von der Objektleitung zu kontrollieren.
Während der Corona Pandemie ist die Turnhalle für den Schulsport geschlossen. Auch die OGS Räume sind verschlossen. OGS und Übermittagsbetreuung werden in den auch vormittags genutzten Klassenräumen weitergeführt. Die Klasseneinteilung ist bereits dementsprechend erfolgt.

Die Reinigungskräfte erhalten einen Raumplan aller benutzten Räume, der bis zu den Som-merferien Gültigkeit hat. Die Tisch- und Sitzordnung darf nicht verändert werden, sie ist auf den nötigen Sicherheitsabstand überprüft. Lehrerlose oder leere Klassenräume dürfen trotz weit geöffneter Türen nicht betreten werden.

Alle Klassen- und Fachräume sowie auch Eingänge sind in der Unterrichts- und Notbetreuungszeit geöffnet. Die Türen stehen weit auf.

Während der Corona Pandemie ist zwischen 10.00 Uhr und 12.00 Uhr durch die Lehrkraft eine Überprüfung von Papierhandtüchern und Seife zu erfolgen. Die Überprüfung ist durch den über dem Waschbecken befindlichen Aushang durch Lehrerkürzel zu dokumentieren.

Nachmittags überprüfen die Reinigungskräfte und dokumentieren dies ebenfalls. Defekte oder nicht aufgefüllte Seifenspender und Handtuchhalter sind sofort zu reparieren bzw. wieder aufzufüllen.

Ergänzend zum Reinigungsplan desinfizieren die Reinigungskräfte täglich folgende Oberflächen zusätzlich:

  • Türklinken und Griffe (z.B. Schubladen- und Fenster- sowie Türgriffe)
  • Tische
  • Sitzflächen
  • Treppen- und Handläufe
  • Lichtschalter
  • Telefone, Kopierer
  • IPads, Computermäuse und Tastaturen werden von den Lehrkräften nach Benutzung desinfiziert.

Bei Nassreinigungen ist darauf zu achten, dass keine Pfützen nach der Reinigung auf dem Fußboden zurückbleiben, welche Rutschgefahren mit sich bringen.

Für Reinigungsmittel ist ein abschließbarer Aufbewahrungsort vorzusehen.

Falls in Klassenräumen Decken, Bezüge, Stofftiere usw. vorhanden sein sollten, sind diese in regelmäßigen Abständen bei mind. 60°C zu waschen. Zur Zeit der Corona Pandemie sind Regale mit Materialien sowie Spielzeuge nicht benutzbar und dementsprechend mit Stoffen abgehängt bzw. verschlossen.

Jede Klasse hat einen Ordnungsdienst eingerichtet, der die Fußböden nach Unterrichts-schluss fegt (ist in der Corona Zeit ausgesetzt).

Abfall wird in den Klassen getrennt gesammelt (Papiermüll, „gelber Sack“ -Restmüll) und von den Reinigungskräften getrennt geleert. Die Papiertonne Altpapier wird vom Ordnungsdienst in den entsprechenden Containern entsorgt (in der Corona Zeit übernimmt dies die Aufsichts-führung der Notfallbetreuung, der OGS und der Übermittagsbetreuung bzw. die Lehrkraft)

2.3 Garderobe

Die Ablage für die Kleidung ist so zu gestalten, dass die Kleidungsstücke der Schülerinnen und Schüler keinen direkten Kontakt untereinander haben, da sonst die Gefahr der Übertragung von Läusen besteht.
Während der Corona Pandemie hängen die Jacken der Schülerinnen und Schüler an ihren Plätzen, um Warteschlangen an den Garderobenplätzen zu vermeiden.

3. Hygiene im Sanitärbereich und persönliche Hygiene

3.1 Sanitärausstattung

Damentoiletten sind mit Hygieneeimern ausgestattet.
Aus hygienischen Gründen sind Flüssigseife aus Seifenspendern und Einmalhandtücher bereitzustellen. Die entsprechenden Auffangbehälter für Einmalhandtücher sind vorzuhalten.
Außerdem ist Toilettenpapier vorzuhalten.
Gemeinschaftsstückseife und Gemeinschaftshandtücher sind nicht zulässig.
Handdesinfektion steht an jedem Waschbecken bereit.

3.2 Händereinigung

Das Waschen der Hände ist der wichtigste Bestandteil der Hygiene.
Händereinigung ist daher durchzuführen:

  • nach jedem Toilettengang,
  • vor und nach Umgang mit Lebensmitteln,
  • bei Verschmutzungen,
  • nach dem Naseputzen

An jedem Waschbecken in den Klassenräumen sind Piktogramme zum richtigen Händewaschen angebracht. Jede Lehrkraft hat die Aufgabe, zu Beginn der Schulöffnung das Hände-waschen mit den Kindern zu besprechen und auf die Einhaltung der Hygiene zu achten. Um den Abstand zu gewährleisten sind rote Aufstellpunkte auf den Boden geklebt. Hier können sich maximal zwei Kinder anstellen.

Händedesinfektionsmittel sind nur dann zu benutzen, wenn gründliches Händewaschen nicht möglich ist. Dazu muss das Desinfektionsmittel in ausreichender Menge in die trockene Hand gegeben und bis zur vollständigen Abtrocknung ca. 30 Sekunden in die Hände ein-massiert werden. Dabei ist auf die vollständige Benetzung der Hände zu achten. Öffentlich zugängliche Gegenstände wie Türklinken sollen so wenig wie möglich angefasst werden. Daher stehen die Türen der Maximilianschule zurzeit durchgängig offen.

3.3. Flächenreinigung

Die Reinigung der Sanitärbereiche erfolgt entsprechend des Reinigungsplans.

4. Küchenhygiene

Während der Corona Pandemie ist die Benutzung der Küchen für Lehrkräfte und Schülerinnen und Schüler untersagt. Einzige Ausnahme stellt die Küchenzeile im Lehrerzimmer dar. Benutzte Teller und Tassen sind täglich zu reinigen. Das Spülmaschinenprogramm ist auf mind. 60 Grad einzustellen.

4.1 Allgemeine Anforderungen

Beim Umgang mit Lebensmitteln kann eine erhöhte Infektionsgefahr durch Krankheitserreger bestehen, die direkt oder indirekt auf den Menschen übertragen werden können.
Durch das Kochen und Hauswirtschaften mit den Kindern sollen die Kinder in den nachhaltigen Umgang mit Lebensmitteln eingeführt werden (Schulprogramm: EDEKA Projekt).
Vor jedem gemeinsamen Kochen ist darauf zu achten, dass die Hände gründlich gewaschen werden, dass lange Haare zusammenzubinden sind.
Personen, die an einer Infektionskrankheit im Sinne § 42 IfSG z. B. an einer infektiösen Gastroenteritis oder an infizierten Wunden oder an Hautkrankheiten erkrankt sind, bei denen die Möglichkeit besteht, dass deren Krankheitserreger über Lebensmittel übertragen werden können, dürfen in der Küche nicht beschäftigt werden.
Das Küchenpersonal ist gemäß § 43 IfSG einmal jährlich über die Tätigkeitsverbote zu belehren (erfolgt durch den Träger der OGS, AWO). Das Küchenpersonal ist darüber hinaus einmal jährlich lebensmittelhygienisch zu schulen. Die Belehrung ist schriftlich zu dokumentieren.

4.2 Händedesinfektion

Eine Händedesinfektion mit Mitteln der Liste der DGHM für die in der Küche Beschäftigten (Personal) ist in folgenden Fällen erforderlich:

  • bei Arbeitsbeginn,
  • nach Husten, Niesen in die Hand, nach jedem Gebrauch des Taschentuchs,
  • nach Pausen,
  • nach Toilettenbesuch,
  •  nach Schmutzarbeiten,
  • nach Arbeiten mit kritischer Rohware z. B. rohes Fleisch, Geflügel.

Die Durchführung der hygienischen Händedesinfektion hat sorgfältig zu erfolgen unter Einbeziehung aller Innen- und Außenflächen einschließlich der Handgelenke, Fingerzwischen-räume, Fingerspitzen, Nagelfalz und Daumen. Bitte Menge des Desinfektionsmittel 3-5 ml, 30 sek. Einwirkungszeit pro Händedesinfektion beachten.
Händedesinfektionsmittel sollte über einen Wandspender angeboten werden.

4.3. Flächenreinigung und –desinfektion

Die Fußböden im Küchenbereich sind entsprechend des Reinigungsplans zu reinigen.
Eine Flächendesinfektion ist erforderlich bei:

  • Arbeiten mit kritischen Rohwaren wie rohes Fleisch, Geflügel. 
  • nach Arbeitsende auf Oberflächen, auf denen Lebensmittel verarbeitet werden.

Flächen, die mit Lebensmittel in Berührung kommen, sind danach mit klarem Wasser abzu-spülen.
Es dürfen nur DGV (Deutsche Gesellschaft für Veterinärmedizin) geprüfte und für den Lebensmittelbereich zugelassene Desinfektionsmittel verwendet werden.

4.4. Lebensmittelhygiene

Um einem Qualitätsverlust von Lebensmitteln auch z. B. durch den Befall von Schädlingen / Mehlwürmern vorzubeugen, sind Lebensmittel sachgerecht zu verpacken (z. B. Umverpackungen, Eimer) und die Verpackungen mit dem Anbruchsdatum / Verarbeitungsdatum und einer Inhaltskennzeichnung zu versehen.

Folgende betriebseigene Kontrollen der Lebensmittel sind durchzuführen:

  • Wareneingangskontrolle auf Verpackung, Haltbarkeit, diverse Schäden an Waren.
  • tägliche Temperaturkontrolle in Kühleinrichtungen. Die Temperatur darf im Kühlschrank nicht über 7°C, in Gefriereinrichtungen nicht über -18°C ansteigen.
  • regelmäßige Überprüfung der Mindesthaltbarkeitsdaten.

4.5. Tierische Schädlinge

Die Küche ist regelmäßig auf Schädlingsbefall zu kontrollieren, bei Befall sind Schädlingsbekämpfungsmaßnahmen durch eine Fachfirma zu veranlassen. Lebensmittelabfälle müssen zum Schutz vor Ungeziefer in verschließbaren Behältern gelagert werden. Die Behälter sind nach jeder Leerung zu reinigen.

5. Trinkwasserhygiene

Während der Corona Pandemie sind die schuleigenen Wasserspender an beiden Standorten nicht verfügbar. Mindestens jedoch bis zu den Sommerferien 2020.
Getränke werden von zu Hause mitgebracht. Trinkflaschen sind nicht zu verleihen.

5.1 Legionellenprophylaxe

Der Schulträger veranlasst die notwendigen regelmäßigen bakteriologischen Untersuchungen auf Legionellen entsprechend der Trinkwasserverordnung 2001 und DVGW-Arbeitsblatt W552.
Kalkablagerungen an den Duschköpfen sind in den erforderlichen Zeitabständen zu entfernen.

5.2 Vermeidung von Stagnationsproblemen

Am Wochenanfang und nach den Ferien ist das Trinkwasser, sofern es dem menschlichen Genuss dienen soll, ca. 5 Min. beziehungsweise bis zum Erreichen der Temperaturkonstanz ablaufen zu lassen, um die Leitungen zu spülen.

5.3 Trinkwasserzubereitungsgeräte

Trinkwasserzubereitungsgeräte (z. B. Soda-Streamer) dürfen nur verwandt werden, wenn dadurch die Trinkwasserqualität nicht negativ beeinflußt wird.

6. Erste Hilfe

6.1 Hygiene im Erste-Hilfe Bereich

Die Krankenliege ist, wenn kein Ärztekrepp aufliegt, nach jeder Benutzung von sichtbarer Verschmutzung zu reinigen und zu desinfizieren.
Zum Schutz vor durch Blut übertragbaren Krankheiten sind beim Verbinden von blutenden Wunden flüssigkeitsdichte Einmalhandschuhe zu tragen.

6.2 kontaktloses Fieberthermometer

Während der Corona Pandemie wird bei Krankheitsverdacht ein kontaktloses Fieberthermometer durch das Lehrpersonal eingesetzt. Kinder mit Anzeichen einer Krankheit werden um-gehend nach Hause geschickt. Diese Handhabung ist den Eltern in einem Brief vom 07.05.2020 mitgeteilt worden.

6.3 Versorgung von Bagatellwunden

Bei Bagatellwunden ist die Wunde vor dem Verband mit Leitungswasser (Trinkwasser) zu reinigen. Der Ersthelfer trägt dabei Einmalhandschuhe und desinfiziert sich vor und nach der Hilfeleistung die Hände.

6.4 Behandlung kontaminierter Flächen

Mit Blut oder sonstigen Exkreten kontaminierte Flächen sind unter Tragen von Einmalhandschuhen mit einem mit Desinfektionsmittel getränkten Einmaltuch zu reinigen und die betroffene Fläche anschließend nochmals regelrecht zu desinfizieren.

6.5 Überprüfung des Erste-Hilfe-Inventars

Geeignetes Erste-Hilfe-Material enthalten gemäß der Unfallverhütungsvorschrift „GUV-V A 5 Erste Hilfe (bisher GUV 0.3)“:

  • Großer Verbandkasten nach DIN 13169 “ Verbandkasten E“
  • Kleiner Verbandkasten nach DIN 13157 “ Verbandkasten C“

Zusätzlich sind ein alkoholisches Händedesinfektionsmittel und ein Flächendesinfektionsmittel bereitzustellen.
Verbrauchte Materialien (z.B. Einmalhandschuhe oder Pflaster) sind umgehend zu ersetzten, regelmäßige Bestandskontrollen der Erste-Hilfe-Kästen sind durch die Sicherheitsbeauftragten an beiden Standorten durchzuführen.
Insbesondere ist das Ablaufdatum des Händedesinfektionsmittels zu überprüfen sowie der Zahnboxen und diese erforderlichenfalls zu ersetzen.

6.6 Notrufnummern

Notrufnummern:

  • Polizei Tel.: 0-110
  • Feuerwehr Tel.: 0-112
  • Notarzt Tel.: 0-112

7. Tätigkeits- und Aufenthaltsverbote, Verpflichtungen, Meldung

7.1 Allgemeine Hinweise

Nach § 34 IFSG bestehen eine Reihe von Tätigkeits- und Aufenthaltsverboten, Verpflichtungen und Meldungsvorschriften für Personal, Betreute und verantwortliche Personen in Gemeinschaftseinrichtungen, die dem Schutz vor der Übertragung infektiöser Erkrankungen dienen.
Die Vorschriften des IFSG sind auch abgedruckt im BASS Nr. 2-4.

7.1.1 Belehrung für Personen in der Betreuung von Kindern und Jugendlichen

Nach § 35 IFSG werden die Belehrungen im Rahmen einer Lehrerkonferenz durch die Schulleitung durchgeführt. Entsprechende Protokolle liegen vor.

7.1.2 Personen mit einem höheren Risiko für einen schweren Covid-19-Krankheitsverlauf

Lehrkräfte ab 60 Jahren können auf freiwilliger Basis im Präsenzunterricht in der Schule ein-gesetzt werden. Der Personalrat empfiehlt jedoch, sich vorher bei seiner Krankenkasse zu erkundigen und Aussagen dazu schriftlich dokumentieren zu lassen.

Bei bestimmten Personengruppen ist das Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf höher. Kolleginnen und Kollegen mit entsprechenden Vor- oder Grunderkrankungen werden nicht im Präsenzunterricht eingesetzt. Diesbezüglich informieren sie die Schulleitung umgehend und schriftlich.

Schülerinnen und Schülern, die unter einer oder mehrerer Vorerkrankungen leiden, wird empfohlen, zuhause zu bleiben.

7.1.3 Beschäftigungsverbot während der Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangere Lehrkräfte und stillende Lehrkräfte erhalten umgehend durch die Schulleitung ein schriftliches Beschäftigungsverbot (Formblatt) für die Zeit der Schwangerschaft bzw. Stillzeit.

7.1.4 Konferenzen und Versammlungen

Konferenzen und Versammlungen werden in der Aula in Werries unter Einhaltung der Sicherheitsabstände abgehalten. Jede Lehrkraft hat einen personalisierten Sitzplatz. Bis zu den Sommerferien werden Konferenzen und Dienstbesprechungen mit wichtigen organisatorischen Schwerpunkthemen gefüllt. Videozuschaltungen sind ausdrücklich erlaubt.
Alle weiteren Versammlungen und Elternabende entfallen.

8. Raumlufttechnische Anlagen

Die Wartung der raumlufttechnischen Anlagen erfolgt gemäß der technischen Regeln einmal jährlich entsprechend dem durch den Schulträger festgelegten Wartungsplan.

Anlagen:

Anlage 1: Reinigungsplan in Schulen

Anlage 2: Merkblatt Warzen nach Schwimmbadbesuchen

Anlage 1:

Hygieneplan Maximilanschule Uentrop Werries in Hamm

Anlage 2:

Merkblatt
Vorkommen von Warzen nach Schwimmbadbesuchen:
Mit Beginn der kühlen Jahreszeit nehmen regelmäßig die Anfragen und Klagen über das Auftreten von Dorn- und Dellwarzen nach dem Besuch von Schwimmbädern zu. Aus diesem Grund soll dieses Merkblatt die Betroffenen über die Übertragungswege und die möglichen vorbeugenden Maßnahmen informieren.

Warzen sind gutartige, in der Regel durch Viren verursachte Neubildungen der Haut. Der Zeitraum von der Infektion bis zur Entwicklung der Warze (die Inkubationszeit) kann zwischen zwei bis acht Monaten, in der Regel ca. acht Wochen dauern. Aus der Länge der Inkubationszeit kann daher selten auf den Zeitpunkt und den Ort der Infektion geschlossen werden.

Man unterscheidet u. a. die folgenden Warzenarten:

  1. Flache, jugendliche Warzen (Verrucae planae juveniles): Diese sind gekennzeichnet durch rötlich, gelbe 3-4 mm große Papeln. Es werden vorwiegend Kinder im Gesicht, seltener an Händen und Füßen befallen.
  2. Gewöhnliche Warzen (Verrucae vulgares): Hier handelt es sich um eine runde, scharf umschriebene Erhebung von Stecknadelkopf- bis Erbsengröße, die unebene Oberfläche ist grau-gelblich gefärbt, diese Warzen säen in die Umgebung aus. Hauptsächlich sind Hände und Fußsohlen befallen.
  3. Fuß-, Stech-, Dornwarzen (Verrucae plantares): Es handelt sich um hautfarbene bis rötliche Flachwarzen, die in die Haut einwachsen. Nur ein kleiner Teil der Warzenoberfläche ist sichtbar, ein in die Haut eingewachsener Dorn kann bei Belastung erhebliche Schmerzen verursachen. Befallen sind hier insbesondere die Zehen und die Fußsohlenseiten.

Die genannten Warzen werden durch DNS-Viren hervorgerufen. Man vermutet, daß die folgenden Faktoren eine Übertragung begünstigen:

  • kleine Verletzungen der Haut
  • Druck, Feuchte (auch Fußschweiß) und das Reiben des Fußes
  • Barfußlaufen in Hallenbädern und Turnhallen.

Bis heute konnte nicht nachgewiesen werden, dass Schwimmbeckenwasser in der Übertragung von Warzen eine Rolle spielt.

Eine relativ starke Gefährdung ist in Naßräumen –Dusch- und Umkleideräumen – gegeben, da hier viele Menschen auf engstem Raum zusammen sind. Auf solch stark frequentierten Flächen kann eine erhebliche Viruskonzentration erreicht werden.

Die Feststellung, dass die genannten Erkrankungen vermehrt in der kalten Jahreszeit auftreten, wird in Zusammenhang gebracht mit einer zu diesem Zeitpunkt vermuteten Schwächung der Widerstandsfähigkeit der Haut.

Eine 4. Warzenart spielt im Zusammenhang mit dem Besuch von Bädern ebenfalls eine Rolle:

Dellwarzen (Molluscum contagiosum):
Hier handelt es sich um halbkugelige, stecknadelkopf- bis erbsengroße, in der Mitte gedellte rötlich verfärbte Erhebungen, beim Ausdrücken wird eine rahmig, teigige Masse freigesetzt, die infektiös ist.

Von Dellwarzen können alle Körperteile befallen sein, bevorzugt treten sie im Gesicht, dort am Augenlid, und im Anal- und Genitalbereich auf. Auch über die Übertragung dieser Warzen gibt es keine gesicherten Erkenntnisse. Man vermutet aber, daß eine Übertragung über infizierte Einrichtungsgegenstände, Barfußgänge, direkten Kontakt der Kinder untereinander z. B. bei Balgereien oder beim Sport oder durch gemeinsam verwendete Handtücher ursächlich ist. Ein wesentlich begünstigender Faktor ist hier die Aufweichung der Haut während des Badens.

Um die Übertragung von Warzen zu vermeiden, werden folgende prophylaktische Maßnahmen empfohlen:

  1. Einführung von eigenen Badeschlappen
  2. Häufige Kontrolle der Kinder auf Warzen durch Eltern und Sportlehrer
  3. Hinweis an die Kinder, daß nur eigene Handtücher bzw. Badetücher benutzt werden sollten
  4. Ausschluß der Warzenträger vom Schwimm- und Turnunterricht, bis eine entsprechende Bescheinigung des behandelnden Arztes beigebracht wird.

Durch die genannten Maßnahmen wird das Risiko einer Übertragung der Warzen durch die Badbenutzer deutlich reduziert.

Für weitere Fragen steht das Gesundheitsamt der Stadt Hamm zur Verfügung.

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