Informations- und Beratungskonzept

Vorwort

Beraten ist ebenso wie Unterrichten, Erziehen und Beurteilen Aufgabe des Lehrkörpers. Erste Beratungen erfolgen bereits vor Beginn der eigentlichen Schulzeit, in denen es um einen möglichst reibungslosen Übergang vom Kindergarten in die Grundschule geht. Hier sind vor allen Dingen die sozialpädagogische Fachkraft sowie die Schulleitung, bei Überlegungen zu sonderpädagogischen Bedarfen, auch die Sonderpädagoginnen der Maximilianschule, involviert. Im weiteren Verlauf beraten in erster Linie die Klassenlehrkräfte zur Lernbiographie und geben Hinweise zu Möglichkeiten der individuellen Förderung. Bei Bedarf können OGS Kolleginnen, Schulassistenzen und weitere Personen des multiprofessionellen Teams hinzugezogen werden. Ein weiterer Focus liegt auf der Beratung bei Verhaltensauffälligkeiten. Gemeinsam mit den Erziehungsberechtigten werden schulische und außerschulische Möglichkeiten der Förderung thematisiert. Ziel ist immer eine möglichst präventive Beratung zur nachhaltigen Bildung und Erziehung.

Aus diesem Grund sind verbindliche Verfahrensabläufe für eine wertschätzende, durchgängige und gelingende Zusammenarbeit von Schule und Elternhaus unabdingbar. Die Maximilianschule unterscheidet bei der Beratung zwischen

  1. individuell (akutem) Beratungsbedarf
  2. und den im Schulprogramm fest verankerten systemischen Beratungsmöglichkeiten der einzelnen Jahrgangsstufen (z.B. Beratung bei Übergängen, Elternsprechtagen, Beratungsangeboten bei Zeugnissen und Klassenpflegschaften).

Ein für alle Beteiligten transparenter Informationsfluss stellt die Grundlage zielführender Beratung dar. Klare Abläufe und Strukturen vermeiden störende „Tür und Angel Gespräche“.

Daher werden im Folgenden vorab unsere schuleigenen Informationswege erläutert:

  • Schulplaner
    Jedes Kind erhält von der Klassenlehrkraft zu Beginn eines jeden Schuljahres einen eigenen Schulplaner. Die Finanzierung erfolgt durch die Erziehungsberechtigen (Schulkonferenzbeschluss 2015/2016). Der Schulplaner ist in drei Bereiche aufgeteilt. Im ersten Bereich steht unser Erziehungskonzept im Mittelpunkt, welches von Lehrkraft und Erziehungsberechtigten unterschrieben wird. Auch sind dort alle wichtigen Zeiten und Telefonnummern der Schule zu finden. Der zweite Bereich ist für das Verschriftlichen von Hausaufgaben (Tages- und Wochenplanhausaufgaben) gedacht. Am Ende der Woche ist ein Feld für Bemerkungen frei, so dass Erziehungsberechtigte und Lehrkraft direkt über Besonderheiten in der Woche informieren können. Im dritten Teil des Lernplaners ist Platz für Terminabsprachen. Die Eltern verpflichten sich täglich in den Lernplaner zu schauen und gegebenenfalls durch ihre Unterschrift zu bestätigen, dass die Bemerkung zur Kenntnis genommen wurde. Sie weisen bei eigenen Einträgen ihre Kinder daraufhin, diese der Lehrkraft eigenständig zu zeigen. Die Lehrkraft nimmt bei Terminwünschen zeitnah Kontakt auf.
  • Elternpost
    Zu Beginn des ersten Schuljahres erhält jedes Kind eine gelbe Elternpostmappe durch die Schule. Diese Elternpostmappe verbleibt immer im Tornister und bildet das Binde-Instrument zwischen Elternhaus und Schule. Elternpost mit Rückmeldeabschnitten werden möglichst eine Woche vorher durch die Klassenlehrkraft an die Kinder verteilt. Die Erziehungsberechtigten werden gebeten die Elternpost täglich zu kontrollieren. Im Laufe der Schuljahre wird sowohl durch die Lehrkraft als auch durch die Eltern auf ein Verselbständigen durch die Kinder geachtet. Nach Absprache (in der Klassenpflegschaft; einstimmiges Votum unerlässlich) können sich Klassen auf eine digitale Weitergabe der Informationen durch die Klassenlehrkraft einigen. Zur besseren Strukturierung ist ein regelmäßiges Entleeren der Elternpostmappe durch das Elternhaus notwendig.
  • Homepage
    Die Homepage wird durch unsere Homepagebeauftragte stetig aktualisiert, so dass Termine und Terminänderungen, Kontaktadressen sowie Sprechstunden der Lehrkräfte dort wiederzufinden sind. Änderungen von Konzepten werden als Neufassung (Stand vom ….) gekennzeichnet.

Individuelle Beratungen

  • Telefonat & Mailkontakt
    Jeder Lehrkraft ist es überlassen eine private Telefonnummer an die Klassenpflegschaftsvorsitzende oder auch an die Klasse anzugeben. Der Umgang der Erziehungsberechtigten mit den privaten Daten der Lehrkraft ist nach ihrer Angabe zu erfolgen.
    Durch die Kommune soll zeitnah eine schulische Mailadresse für jede einzelne in Schule beschäftigte Person eingerichtet werden, diese wird sobald als möglich auf der Homepage veröffentlicht und durch die Klassenlehrkraft an die Eltern weitergegeben.
  • Elternsprechstunde
    Zum Schuljahr 2020/2021 richtet jede Lehrkraft eine wöchentliche Sprechstunde ein. Die Sprechstunde der Schulsozialarbeiterin findet montags in der ersten Stunde (ab 7.45 Uhr) am Standort in Werries statt. Die Übersicht der einzelnen Sprechzeiten wird sowohl digital auf der Homepage als auch analog am Elternprechzimmer in Werries (ehemals Lager, Zimmer am Wasserspender an der Aula) als auch am Lehrerzimmer in Uentrop ausgehangen. Die Eltern werden zwecks Vermeidung von Wartezeiten gebeten, sich vorher durch den Lernplaner oder auch im Sekretariat anzumelden. Ferner bitten wir um eine kurze Notiz zum Anliegen.

Ablauf
Jede Beratung, die über Informationsaustausch hinausführt, ist als Ergebnisprotokoll festzuhalten. Der Protokollvordruck umfasst neben der Angabe von Zeit, Ort und Anwesenden auch die Gesprächsinhalte und Zielvereinbarungen. Die Protokolle verbleiben bei der Klassenlehrkraft.

Zeitrahmen
Im Regelfall wird von einer Beratungszeit von maximal 45 Minuten ausgegangen. Sollten sich weiterführende Gesprächsbedarfe anschließen, evtl. auch unter Einbezug der Schulsozialarbeiterin oder anderer Personen des multiprofessionellen Teams, werden weitere Zeiten vereinbart.

Ort
Für Gespräche in einer angenehmen wertschätzenden Atmosphäre wird in Werries ein Elternprechzimmer eingerichtet. Hier werden nach Fertigstellung viele Gespräche geführt werden können. Ebenfalls bietet sich -wenn frei- das Klassenzimmer des Kindes an. In Uentrop wird neben dem Klassenraum das Schulleitungszimmer genutzt.

Systemische Beratungen

  • Vor der Einschulung (Schulspiel und anschließende Beratung der Erziehungsberechtigen) (siehe auch Übergang Kindergarten – Grundschule) Nach der Anmeldung an der Maximilianschule werden Eltern und Kindergarten gemeinsam gebeten sich anhand eines kriteriengeleiteten Fragebogens zu verschiedenen Kompetenzbereichen des Kindes Gedanken zu machen und diese dann der Schule zur Verfügung zu stellen. Sind noch offene Fragen zu klären beziehungsweise weitere Schritte nötig, um besondere Förderungen zu klären, kommen Schulleitung der Maximilianschule und sozialpädagogische Fachkraft der Schule zum Schulspiel in den Kindergarten. Die Kinder werden auf spielerische Art bei verschiedenen altersgemäßen Aufgaben beobachtet und angeleitet. Die Aufgabenbereiche umfassen die Grob- und Feinmotorik, die visuelle und auditive Wahrnehmung, Sprechfähigkeit, phonologische Bewusstheit und Zahlenverständnis sowie der generelle Umgang mit Anforderungen und personalen und sozialen Kompetenzen. Im Anschluss erfolgt eine Beratung mit den Erzieherinnen und Erziehern oder/und Eltern zum weiteren Vorgehen (z.B. Einleitung AOSF, Rückstellung, Überlegungen Logopädie, Ergotherapie …)

 

  • Beratung bei AOSF (Antrag auf Überprüfung des sonderpädagogischen Förderbedarfs)
    Bei Auffälligkeiten während des Schulbesuchs werden vielfältige Gespräche mit den Eltern geführt und, je nach Problemstellung, pädagogische und/ oder lernfördernde Maßnahmen gemeinsam durchgeführt. Reichen schulische Fördermöglichkeiten nicht aus, kann ein Antrag auf Überprüfung des sonderpädagogischen Förderbedarfs erfolgen. In der Regel geschieht dies nach Beratung (Klassenlehrkraft und Sonderpädagogin) durch die Eltern. Die Klassenkonferenz kann auch beschließen, dass der Antrag durch die Maximilianschule erfolgt, dies hat eine Informationspflicht an die Eltern zur Folge. Wird die Überprüfung durch die Schulaufsicht eröffnet sind abschließende Informationen ebenfalls notwendig. Die Elternrechte bzgl. Verfahrenstransparenz, Beratung, Ergebnisdarstellung und Berücksichtigung des Elternwunschs sind zu beachten.
  • Klassenpflegschaften 73 SchuLG
    Klassenpflegschaften dienen der Zusammenarbeit zwischen Eltern, Lehrerinnen und Lehrern und Schülerinnen und Schülern. Die Klassenpflegschaft wählt zu Beginn des Schuljahres (spätestens drei Wochen nach Unterrichtsbeginn) einen Vorsitzenden oder eine Vorsitzende und einen Stellvertreter oder eine Stellvertreterin. Die Eltern haben für jedes Kind gemeinsam eine Stimme. In den Klassenpflegschaften geht es um Informationen und den Meinungsaustausch über Angelegenheiten der Schule, insbesondere über die Unterrichts- und Erziehungsarbeit in der Klasse.

 

  • Elternsprechwoche
    Elternsprechtage werden in jeder Jahrgansstufe einmal pro Halbjahr durchgeführt. Sie finden im Rahmen einer Sprechwoche an den Nachmittagen statt. Berufstätigen Eltern wird im Abendbereich die Möglichkeit gegeben, den Elternsprechtag zu besuchen. Die Terminierung obliegt der Lehrkraft. Eine Terminierung innerhalb der Dienstbesprechungs- Konferenzzeit und OGS- Einsatz ist unzulässig. Die Beratung zu den aktuellen Lernständen wie auch der Lernentwicklung findet auf der Grundlage des schulintern entwickelten Ankreuzzeugnisses statt und ist im Schulalltag sukzessive schriftlich dokumentiert. Gemeinsam mit den Eltern werden Förderungen besprochen. In der Jahrgangsstufe I finden erste Elterngespräche bereits nach den ersten sechs Wochen statt. Hierbei geht es vorrangig um einen Erfahrungsaustausch von Eltern und Lehrkraft rund um das Kind und das „Ankommen“ im System Schule. Eine Elternsprechwoche erfolgt am Ende des Schulhalbjahres. Im zweiten Schulhalbjahr gliedert sich der erste Jahrgang terminlich zu den anderen Jahrgängen ein.
  • Beratung bei Zeugnissen
    Die Schülerinnen und Schüler erhalten in den Jahrgangsstufen eins und zwei am Ende des Schuljahres ein Ankreuzzeugnis ohne Noten. Die von der Maximilianschule entwickelten Ankreuzzeugnisse beschreiben die Lernentwicklung und den Leistungsstand des Kindes.
    In den Klassen drei und vier erhalten die Schülerinnen und Schüler neben dem Zeugnis am Ende des Schuljahres ein Halbjahreszeugnis mit Noten. Die Kopie wird nach erfolgter Unterschrift der Eltern durch das Original ausgetauscht.
    Die Zeugnisse werden in der letzten Unterrichtswoche als Kopie herausgegeben. Zum Ende der Klasse vier erhalten die Kinder am letzten Schultag das Zeugnis im Original. Der Klassenlehrer, die Klassenlehrerin bietet jedem Elternteil die Gelegenheit zu einem Gespräch zum Zeugnis an.
  • Beratung beim Übergang von der Grundschule in die Sekundarstufe I Zur ersten Klassenpflegschaftssitzung nach den Sommerferien informiert die Klassenleitung über den weiteren Verlauf bis zur Anmeldung zu Beginn des zweiten Halbjahres der vierten Klasse.
    Ende Oktober findet der durch die Schulleitung moderierte Informationsabend zum Übergang statt. Neben Informationen zur Gliederung unseres Schulsystems stellen sich die einzelnen Schulen mit Hilfe eines durch die Kommune einheitlich konzipierten Steckbriefes organisatorisch und inhaltlich vor. Der zweite Teil des Informationsabends besteht aus einer offenen Frage- und Austauschrunde. Zur besseren Vorbereitung durch die Eltern wird bereits an dieser Stelle das Formular der Ankreuzempfehlung an die Erziehungsberechtigten übergeben, mit der Bitte, diese ausgefüllt zum ersten Elternsprechtag im November als Kommunikationsgrundlage mitzubringen.
    Anhand dieser Kriterien findet die Erstberatung statt und es wird eine Empfehlung ausgesprochen. Der Protokollbogen umfasst die Kriterien sowie die Empfehlung (Protokollbogen im Anhang). Ist eine klare Empfehlung zu diesem Zeitpunkt noch nicht möglich, kann eine weitere Beratung anberaumt werden. Zum Schuljahreshalbjahr erhält der Schüler, die Schülerin ein Notenzeugnis mit der Schulformempfehlung. Darin werden die Schulform Hauptschule, Realschule, Sekundarschule (wird zurzeit in Hamm nicht angeboten) und Gymnasium benannt. Daneben ist immer auch die Gesamtschule aufzuführen. Ist ein Kind nach Auffassung der Grundschule für eine weitere Schulform mit Einschränkung geeignet, wird auch dies in die Empfehlung hineingenommen.
  • Beratungsangebot: Elterncafe in Zusammenarbeit mit der Elternschule
    In der Regel werden viermal im Jahr zu verschiedenen Themen und zu unterschiedlichen Zeiten (zweimal nachmittags ab 16.00 Uhr bis 18.00 Uhr, zweimal abends von 19.30 Uhr bis ca. 21.00 Uhr) Informations- und Beratungsangebote am Standort in Werries angeboten. Die Themenfindung erfolgt alle zwei Jahre durch einen Elternfragebogen. Zu Beginn des Schuljahres 20/21(September) steht die nächste Befragung durch die Schulsozialarbeiterin an. Da die Maximilianschule Teil der Hammer Elternschule ist, können Moderatoren durch dieses Netzwerk gefunden und finanziert werden.

    Die nachmittäglichen Elterncafes finden mit den Schulkindern und deren Geschwistern statt. Kooperations- und erlebnispädagogische Spiele stehen hierbei im Focus.

    Im Schuljahr 2019/2020 sind in den Abendveranstaltungen Mediennutzung und Hausaufgaben an der Maximilianschule die Themenschwerpunkte.
INFOS
Do, 05 Nov 2020
  • Elterninformationsabend für 4.Klassen, Aula Werries

     

Mo, 09 Nov 2020
  • 1. Elternsprechtag (2.-4.Klassen) 9.11.-13.11.

     

Mi, 11 Nov 2020
  • sportmotorischer Test, Klassen 4, Werries